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Und dann kam Lia.

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Der große Tag. Wir durften Lia vom Züchter „Young Spirits Labrador“ in Wiefelstede, Niedersachsen abholen. Da saß sie nun vor uns, dieses kleine blonde Etwas und wusste gar nicht so richtig wie ihr geschah. Als ich sie das erste Mal hochgehoben habe, war da plötzlich wieder dieses Gefühl in der Magengrube: Schaffen wir das? Doch als sie ihren Kopf ganz fest an meine Wange drückte und ich ihr kleines Herz schlagen hörte war jeder Zweifel vergessen. Wir werden gut auf dich Acht geben, kleine Lia. Und du wirst einer Familie mal sehr viel Gutes tun. Davon bin ich überzeugt.

Die Autofahrt nach Hause hat Lia zwischen der Tochter meines Verlobten und mir verbracht. Richtig geheuer war ihr das nicht und so hechelte sie hin und wieder unter Stress und schaute verstohlen nach rechts und links. Wer waren diese Leute überhaupt? Zuhause angekommen wollten wir sie eigentlich erst einmal in Ruhe die neue Gegend erkunden lassen – aber zu früh geträumt: Die komplette Familie stand als Willkommenskomitee vor unserem Haus. Wieder Panik bei mir: Überfordern wir die Kleine bereits am ersten Tag?

Aber der vierbeinige Sonnenschein tippelte schwanzwedelnd direkt auf die Töchter meiner Schwägerin zu und genoss die Aufmerksamkeit. Die erste Hürde war also geschafft. Meine eigentlichen Bauchschmerzen lagen aber noch selig ruhig dösend im Haus: Murphy. Versteht mich nicht falsch: Murphy ist kein bösartiger Hund. Im Gegenteil: Ein Schaf im Wolfspelz. Aber er ist auch mein Einzelprinz. Mamas Nummer eins. Wenn Emanuel und ich in der Küche stehen und uns drücken während wir gemeinsam kochen, stellt sich Murphy demonstrativ zwischen unsere Beine. Und wenn ich manchmal alleine Zuhause bin, schleicht er sich auf leisen Pfoten ins Schlafzimmer und schaut mich mit diesem unwiderstehlichen Dackelblick an, der fragt: „Kann ich bei dir schlafen Mami?“. Klar. Ab ins Bett und unter die Decke mit dir, Papa ist ja gerade nicht da.

Meine Bauchschmerzen kamen also von der Angst, dass er eifersüchtig wird. Mein wirrer, verrückter Kopf hat mir auch die Sorge eingepflanzt, ob er mich vielleicht nicht mehr mag, wenn ich mit diesem Fellknäul um die Ecke komm. Ob er sich vernachlässigt fühlt.

Ja ich gebe zu, ich bin eine verrückte Hundefrau.

Aber ich habe die Rechnung ohne Lia gemacht. Und ohne das versteckte Talent meines Hundes als großer Bruder. Ohne Scheu und mit purer Freude ist Lia in unser Wohnzimmer gestolpert und hat sich in Murphys Herz geschlichen.

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