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Sitz. Platz. Pfui. Welches Kommando ist das Wichtigste?

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Rückblick der Trainingsfortschritte nach einer Woche mit Lia.

Seit genau einer Woche ist Lia jetzt bei uns. Für diese doch sehr kurze Zeit, sind wir schon ein ziemlich gutes Team geworden und das Training mit ihr erzielt erste Fortschritte. Im ersten Anlauf der Ausbildung erlernt ein Assistenzhund in Ausbildung, wie jeder andere Welpe auch, erst einmal das Grundgehorsam und wird Sozialisiert. Wie Anfangs in unserem Beitrag "Die Vorbereitungen laufen" erwähnt, schreibt die Akademie für Assistenzhunde uns dabei bestimmte Kommandos vor, damit auch die Endfamilie den Hund problemlos führen kann. Auf dieser Liste stehen Kommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Decke“, „bei Fuß“ und andere Standardkommandos, die eigentlich jeder Hund in seinem Leben erlernt. Für mich stellte sich nun die Frage: Was bringe ich Lia zuerst bei? Gibt es ein Kommando, was wichtiger ist als andere?

Meiner Ansicht nach sind die Kommandos „aus“ und „nein“ Kriegsentscheidend. Diese beiden Wörter müssen sitzen, damit man mit seinem Hund ein friedliches und gefahrloses Miteinander erleben kann. Der Hund sollte nichts vom Boden aufnehmen, nicht willkürlich irgendwo reinbeißen dürfen, egal wie klein er ist und egal, wie süß das vielleicht aussehen mag, wenn er an der Bettdecke zieht. Gerade für unsere kleine Labrador Retriever Dame schien auf dem Fußboden sowieso ALLES interessant zu sein. Daher wurden diese Kommandos zu unserem ständigen Begleiter. Getreu dem Motto „Mein Hund heißt Nein!“ (Tolles Buch übrigens).

Für die erste Woche klappte das alles schon ziemlich gut. Sie nahm zwar immer noch alles vom Boden auf, was sie finden konnte, ließ es aber auch genauso schnell wieder los, wenn wir „Tabu“ sagten. Dieses Wort wird anstelle von „aus“ verwendet. Auch das Kommando „Sitz“ klappte mit Handzeichen und Futter bereits sehr gut. Mir als ehemalige Tierarzthelferin ist aber noch ein anderes Kommando sehr ans Herz gewachsen: „Pipi machen“. Es gab während meiner Ausbildung nichts Nervigeres, als wenn man einem Hund 20 Minuten hinterhergerannt ist, in der Hoffnung endlich eine Urinprobe von ihm einfangen zu können. Mein verstand fragte sich in solchen Momenten immer „Wofür hast du eigentlich Abitur gemacht oder gar die Grundschule besucht?!“ und der Hund fragte sich bestimmt auch, ob ich denn keine besseren Hobbys hätte. Dann lernte ich eine Hundebesitzerin kennen, deren Hund auf das Kommando „Pipi machen“ sofort an den nächsten Baum rannte und Wasser ließ. Was für eine Revolution! Ab dem Moment nahm ich mir vor, dass mein Hund das später auch lernen sollte. Als Murphy dann endlich bei mir einzog, lernte er direkt zu Anfang richtig „Pipi machen“.

Bis heute lasse ich ihn morgens in den Garten mit den Worten „Geh Pipi machen“. Auch Lia beherrscht das Kommando schon einwandfrei und war so im Handumdrehen Stubenrein.

Liebe Tierhalterin der wunderschönen Flat Coated Retriever Hündin Arla, falls du diesen Beitrag liest: Danke!

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