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Drittes AfA Training und Kampf mit Raubtieren!

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Puh, entschuldige, es war lange still um uns!
Urlaub, Hochzeitsvorbereitungen und ganz, ganz viel Training – da kamen wir etwas in Straucheln.
Was ist seither passiert fragt ihr? Also:

Wir hatten das dritte AfA Training zusammen mit der Colliehündin Nala, die sich auch bei der Akademie für Assistenzhunde in Ausbildung befindet. Sie wird nach ihrer Ausbildung zu dem Kleinen Leon ziehen – schenkt den beiden doch ein „Like“ bei Facebook: assistenzhundfuerleonmaximilian

Lia hat das Training hier sehr gut gemeistert. Wir waren in der Innenstadt von Kiel und sie lief sehr souverän durch die Menschenmengen. Doch dann war da ihr persönlicher Horrorstand: Ein Laden voller Tierfelle! Der Geruch hat sie ganz hibbelig gemacht, sie hat die Felle sogar angewufft. Das war ihr wirklich nicht geheuer. Natürlich wollten wir ihr die Angst nehmen: Näher ran, Naschis, gut zureden. Schritt für Schritt traute sie sich auch näher ran, rümpfte aber immer noch verachtend mit der Nase. Unser Löwenbaby akzeptiert anscheinend keine Raubtiere neben sich!
Die Hausaufgabe war also klar: Lia braucht Wildtierkontakt!
Der ein oder andere fragt sich jetzt vielleicht: Wieso soll das für einen Hund wichtig sein? Und ob man dem armen Tier nicht zu viel Stress zumute.
Das ist eben der große Unterschied zwischen einem „normalen“ Hund und einem Assistenzhund:
Solch ein Hund muss an sämtliche Situationen gewöhnt werden, damit er am Ende seinen Mensch souverän durchs Leben führen kann. Unsere Aufgaben als Paten ist es also, den Hund möglichst früh mit viel Liebe, Konsequenz und Fachwissen an die Hand zu nehmen. Und manchmal kommt dabei ein Familienausflug in den Tierpark bei raus! ;)

Kennt ihr den Tier- und Freizeitpark Thüle? Der Park ist in zwei Bereiche unterteilt: Freizeitpark und Tierpark. Der Freizeitparkteil war für Lia das reinste Erlebnisbad der Freude: Menschen sind absolut ihr Ding! Immer wenn wir stehen blieben, damit die Kinder auf ein Fahrgeschäft konnten, legte sie sich locker neben uns hin, beobachtete und schnupperte. Als hätte sie nie etwas anderes gemacht.
Es wurde für Fotos posiert, Kinder wollten sie anfassen und wir mussten viele Fragen über Assistenzhunde beantworten: Ein Hauch von Rockstarleben.
Der Tierbereich war dann das große Problem. So viele Gerüche und Geräusche!
Vögel, Affen und andere, sich schnell bewegende Tiere, wurden wie Beute fixiert. Doch ganz nach dem Findet Nemo Zitat „Fische sind Freunde, kein Fressen“, konnten wir ihr das recht schnell ausreden. Doch bei den Raubtiergehegen war der Spaß vorbei. Da hat es sogar unser starker Tiger mit der Angst zutun bekommen. Leckerchen wurden verweigert und Fluchtinstinkte geweckt. Jetzt bloß keinen Fehler machen, damit sich dieses Verhalten nicht verfestigt! Ruhig bleiben. Verhalten nicht bestätigen. Ja, alles immer leichter gesagt als getan.
Wir wollten Lia dann auch nicht überfordern und haben den Weg Richtung Ausgang angesteuert. Dort steht ein großer Springbrunnen, der den Tag noch mit einer sehr positiven Begegnung abschloss. Für Wasser vergisst man sogar die größten Sorgen!

Was unser nächster Schritt nun sein wird? Nicht aufgeben.
Wir werden den Besuch einfach wiederholen und ihr zeigen, dass diese Tiere keine Gefahr für sie bedeuten.

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